Ähnlich wie Sturmtief Manja, welches gerade die Standfestigkeit der umliegenden Gebäude, Dächer und Grünflächen testet, hat am Sonntag auch Felix Reichardt die Standfestigkeit der Besigheimer Abwehr getestet, und die Defensive der EK Besigheim ist mit Bravur durchgefallen: 14 Tore, davon 8 von 8 vom Punkt. 🎯
Die Zwoide gewann am Ende mit 27:30 (16:11), doch „souverän“ wäre für den Spielverlauf das falsche Wort. Zur Pause lag Besigheim mit fünf Toren vorne. Doch die Landesligareserve ließ sich nicht beeindrucken und kämpfte sich zäh, beharrlich und mit der sturen Hartnäckigkeit eines schwäbischen Schnäppchenjägers heran, bis die Partie in der Schlussphase auf des Messers Schneide stand. Erst ein später Siebenmeter von Reichardt in der 60. Minute sorgte für die finale, erlösende Beruhigung, so wohltuend wie ein Kamillentee für fünfzig schweißgebadete Zuschauernerven. 🍵
Dass es so eng wurde, lag auch an einer munteren Verwarnungs- und Zeitstrafen-Partie auf beiden Seiten, bei der sich auch die Besigheimer Ränge lautstark einmischten, mit einer Lautstärke und Schiedsrichterkompetenz, die man sonst nur von engagierten Stammtisch-Experten kennt. Quentin Hieronymi ließ sich von derlei hitzköpfigem Gekeife nicht aus der Ruhe bringen und hielt mit sieben Toren kräftig dagegen, als Beweis, dass es neben Torgarant Reichardt noch einen zweiten bärenstarken, kerngesunden Vollstrecker gibt. 💪
Für die HSG spielten: Tim Knodel, Patrick Faisst (im Tor); Felix Reichardt (14, 8/8), Quentin Hieronymi (7), Magnus Wünsch (3), Yanic Bechtle (2), Jonah Dieterle (2), Niclas Mittag (2), Jonas Schneider, Anton Fendrich, Leon Engel, Ben Bofinger, Timon Bolloff, Sebastian Schober; Offizieller: Dominik Kellner
Mit diesem Last-Minute-Erfolg bleibt die Zwoide auch im vierten Spiel ungeschlagen, und selbst der harzfreie Tanz auf der Neckaraue konnte daran nichts ändern. Am Samstag geht der Spuk dann mit dem jährlich gefeierten Gruselfest in der Stadionhalle weiter. 🎃
